Fest des Lebens 2010
Die
Freude des Glaubens hautnah erfahren – das „Fest des Lebens“ in Saluzzo
In Saluzzo (etwa 60 km südlich von Turin)
wird seit 1993 in unmittelbarer Nähe des ersten Hauses der Gemeinschaft
Cenacolo der Gründungstag (16. Juli) als Fest des Lebens begangen. Aus allen möglichen Ländern der Erde waren Tausende gekommen, um vier
Tage lang mit den Burschen und Mädchen der Gemeinschaft, mit Mutter Elvira und
Kardinal Schönborn das neue Leben zu feiern, das Gott uns geschenkt hat.
Diese Tage waren reich gesegnet: Nicht nur
das Wetter und die Stimmung waren gut, sondern man hat die Gegenwart Gottes und
Mariens auf vielerlei Weise erfahren können:
Durch die Feier der Heiligen Messe, die
Eucharistische Anbetung oder durch die Katechese des Kardinals zum Barmherzigen
Samariter; vielleicht war es auch einfach ein gutes Beichtgespräch oder ein
Moment des Austausches mit Eltern oder Freunden, die das Herz berührt haben –
auf jeden Fall ist niemand leer ausgegangen.
Auch der Kardinal war er sichtlich
beeindruckt von der ungezwungenen Freude und der familiären Atmosphäre des
Festes. Angesichts der Krise der Kirche sei Cenacolo ein Ort und eine
Gemeinschaft, in der man das Vertrauen zur Kirche erfahren könne. Das war bereits
am Freitagabend sichtbar geworden als etwa 40 Jugendliche der Gemeinschaft ihre
Zugehörigkeit zur Kirche durch den Empfang der Taufe bzw. der Firmung
bekräftigten.
Das Thema des diesjährigen Festes war die
päpstliche Anerkennung, die der Gemeinschaft im Oktober des letzten Jahres überreicht
worden war. Dazu gab es eine Fotoausstellung, die die Übergabe des
Anerkennungsdekretes und die Ansprachen von Mutter Elvira und den einzelnen Bischöfen ansprechend
dokumentierte. Weil Kardinal Rylko in seiner Rede die Gemeinschaft mit der
Herberge aus dem Gleichnis des Barmherzigen Samariters verglichen hatte, wurde
diese Bibelstelle zum Leitvers des Festes: „Wer ist mein Nächster?“ (Lk 10,
29).
Kardinal Schönborn hielt zwei Katechesen:
Am Samstag sprach er über das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter und am
Sonntag über die persönliche Begegnung mit Jesus. Seine Worte waren leicht
verständlich und zugleich tiefgründig, so dass sie großen Anklang fanden.
Am Samstagabend hatte sich die ohnehin
große Besucherzahl nochmals erhöht, weil viele Menschen das biblische Musical CREDO sehen wollten, welches die Gemeinschaft auch im September beim Fest der Hoffnung im Römersteinbruch St. Margarethen zeigen wird. Auf beeindruckende Weise wurden
die Zuschauer durch die ganze Heilsgeschichte geführt. „Credo!“ – „Ich
glaube!“, so lautete auch das Glaubenszeugnis der Burschen und Mädchen, die an
den Nachmittagen über ihren Weg in der Gemeinschaft Zeugnis ablegten. Immer
wieder war auch der Barmherzige Samariter gegenwärtig: Sei es durch ein kleines
Musical am Freitagabend oder durch das Schauspiel der Kinder am Sonntagmittag.
Durch den Empfang der Beichte begegneten viele auch ganz persönlich Jesus, dem
Barmherzigen Samariter, der sich um unsere Wunden kümmert…
Während der Pausen und beim Essen fanden
viele freundschaftliche Gespräche statt: Die Burschen und Mädchen trafen ihre
Eltern und Freunde aus anderen Häusern der Gemeinschaft, so dass es viel zu
erzählen gab. Auch das Anbetungszelt, in dem das Allerheiligste in den Tagen
des Festes ständig ausgesetzt blieb, war immer gut besucht, denn wie der
Kardinal in seiner Predigt am Sonntag bemerkte: „Wenn man sich Zeit nimmt für
Gott, fehlt einem auch nicht die Zeit für den Nächsten.“
So sind wir sehr dankbar für diese
herrlichen Tage, die wir gemeinsam auf dem St.-Laurentius-Hügel in Saluzzo
verbringen durften und gehen – im Glauben gestärkt – wieder in unseren Alltag.
Fotos
vom Fest des Lebens (1)
Fotos
vom Fest des Lebens (2)
Fotos
vom Fest des Lebens (3)