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Fest der Hoffnung – 10 Jahre
Gemeinschaft Cenacolo in Österreich
Über
5000 Mitfeiernde waren am 23. September 2007 in den
Römersteinbruch St. Margarethe n
gekommen, um gemeinsam mit
der Gemeinschaft Cenacolo ein "Fest der Hoffnung" zu begehen. Es war
ein Fest des Lebens, das vielen jungen Menschen in Krisensituationen
durch die Gemeinschaft Cenacolo neu geschenkt wurde. Und es war auch
ein Fest des Dankes für 10 Jahre Cenacolo Österreich.
In den Worten von Sr. Elvira Petrozzi, der Gründerin der
Gemeinschaft Cenacolo, in der Ansprache von Kardinal Christoph
Schönborn und im Rückblick auf die vergangenen 10
Jahre durch Diözesanbischof Paul Iby wurde immer wieder
spürbar, dass es eine Hoffnung gibt, die uns trägt.
Es ist keine blinde Hoffnung, sondern der Glaube an Jesus Christus, der
das Leben, die Wahrheit und der Weg ist.
Das Fest der Hoffnung im Römersteinbruch St. Margarethen war
ein Fest der Freude. So viele Menschen waren gekommen, unter ihnen
zahlreiche Freunde der Gemeinschaft, die von Anfang an mitgeholfen
haben, dass auch im deutschsprachigen Raum Jugendliche in
Krisensituationen ohne Sprachbarriere die Möglichkeit eines
Neuanfangs in der internationalen Gemeinschaft Cenacolo erhalten. Viele
der Freunde haben Cenacolo auf ihren Pilgerfahrten nach
Medjugorje kennen und schätzen gelernt. Ihr Engagement
für die Gemeinschaft ist zugleich eine Antwort auf die
Einladung der Gottesmutter zum Frieden, die sie in Medjugorje deutlich
vernommen haben.
Diözesanbischof Dr.
Paul Iby bezog
sich in seinem Rückblick auf 10
Jahre Cenacolo in seiner Diözese auf den Titel des Musicals,
das am Abend aufgeführt wurde: "Habt keine Angst". Er
bestätigte die Ängste, die zu Beginn bei den
Gemeindemitgliedern von Kleinfrauenhaid vorhanden waren und vor denen
auch er selbst nicht verschont geblieben war: „Wenn man Angst
hat, hat man auch viele Fragen. Als gesagt wurde, wir vertrauen auf
Gottes Vorsehung, wir brauchen kein Geld, keine Krankenversicherung,
keine Ärzte – da dachte ich mir, wie soll das gehen?
Aber es ging und geht.“ Letztlich seien seine letzten
Bedenken völlig gewichen, als er zum ersten Mal Sr. Elvira
begegnete.
Geistlicher Höhepunkt des Festes war die hl. Messe mit Kardinal
Christoph
Schönborn und Bischof Paul
Iby.
Durch die Gesänge der Gemeinschaft, die das Herz
berührten, durch die strahlende Herbstsonne, die den Sandstein
des Römersteinbruchs in warmen Pastellfarben aufleuchten
ließ, und durch die Wärme des Septembernachmittags
spürte man sich wahrlich "umhüllt von allen Seiten",
eingetaucht in ein Meer der Freude und gegenseitigen Zuneigung. Die
Worte von Kardinal Christoph Schönborn bezogen sich auf die
Tageslesung: Niemand kann sich selbst retten. Alle brauchen wir
Rettung, aber keiner kommt alleine ans Ziel. Das sei auch der erste
Grundsatz der Anonymen Alkoholiker, die er als junger Dominikaner
kennen gelernt hatte. „Die Kirche ist die wunderbare
Erfahrung, dass Jesus unter uns Freundschaft stiftet, dass wir nicht
mehr allein sind, sondern Freunde haben. Die kleinen Schritte der
Rettung sind die kleinen Schritte der Liebe.“
Abschließend dankte Kardinal Schönborn Schwester
Elvira dafür, dass sie auch ihren Weg für Cenacolo
mit einem kleinen Schritt begann, worauf schließlich viele
weitere Schritte folgten.
Der Appell Sr.
Elviras an die
Erwachsenen war deutlich und eindringlich: Mangelnde Liebe
untereinander, Streit zwischen den Eltern, fehlendes Gefühl
für Erziehung seien die Hauptgründe, weshalb Kinder
dann als Halbwüchsige zur Droge griffen. „Der
Drogensüchtige fängt an als Kind. Es entwickelt sich
in ihm etwas, wo er dann sagt: Das werden sie mir bezahlen.“
Die Gründerin von Cenacolo forderte das erwachsene Publikum
auf, gegenüber den Kindern nicht gleichgültig zu
sein, vor Kindern nicht zu kritisieren und zu verurteilen und das
Vertrauen in die Lebensführung der Eltern nicht zu
erschüttern. „Die Kinder in den heutigen Familien
lächeln nicht mehr und das ist die größte
Traurigkeit in unserem Leben.“ Das Lächeln sei laut
Schwester Elvira durch die nicht vorhandene Liebe zwischen den Eltern
verloren gegangen.
Um ca. 19.30 Uhr begann die bewegende Aufführung von "Non
abbiate paura", in der rund 150 Darsteller der Gemeinschaft Szenen aus
dem Neuen Testament in Tanz und Geste darstellten. Für sie war
es weit mehr als nur ein Spiel: Es war Ausdruck ihres eigenen Lebens,
das in der Begegnung mit Jesus eine überraschende und zutiefst
beglückende Wende erfahren hatte.
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