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Brüderschaft
„Maria Nuestra Madre“
– Villa Salvador (Lima), Peru, 2005
Die
Zeiten Gottes sind nicht unsere, und dieses Mal…waren sie
tatsächlich kurz. In Peru sind gleich zwei Häuser
entstanden
mit der Hoffnung im Herzen, dass unser Vater im Himmel die
Tränen der vielen, in Armut lebenden Waisenkinder durch die
offenen Arme der Gemeinschaft trocknen kann.
Der Ruf des Herrn war so stark und klar, dass es viele Herzen der Jungs
und Mädchen in unseren Häusern bewegt hat. Das erste
Haus wurde am Rand von Lima eröffnet, einer wirklich
armseligen Gegend mit vielen Hütten und viel Armut. Don
Adrian, ein irischer Priester und unser treuer Freund, hat uns in
„seine“ Kirchgemeinde gerufen, um ein Zeichen der
Hoffnung, eine Blume Gottes inmitten einer Wüste der Miserie
zu setzen.
Das Haus nimmt verlassene und Waisenkinder auf, von denen es in Peru
sehr viele gibt. Wir entdecken den „Reichtum“,
inmitten der staubigen Strassen und der Baracken der Leute zu leben:
Die Armut ist eine Schule, in der man das wirklich Essenzielle
entdeckt, und die Leute um uns herum mögen uns sehr.
Trotz des Elends blüht das Leben der Kinder, die
überall sind, auf! Für uns ist es ein Zeichen, dass
das Leben über den Tod siegt. Zur Zeit leben hier drei
Schwestern, ein Dutzend junger Missionarinnen und um die zwanzig
Kinder, die zwischen ein paar Monaten und 4-5 Jahren alt sind. Im Haus
ist immer was los, doch die Freude übertönt alles.
Einige Kinder haben körperliche Handicaps, aber die Liebe der
„Tanten“ bewirkt Wunder.
Brüderschaft „Juan Pablo
II“ – Santa Eulalia
(Chosica), Peru, 2005
Die
zweite peruanische Brüderschaft, das Haus „Hoger
Juan Pablo II“, befindet sich in Santa Eulalia, ca. eine
halbe Stunde von Lima entfernt. Die Vorsehung, die durch S.E. Adriano
Tomasi, Hilfsbischof von Lima gewirkt hat, hat uns ein grosses Grundstück von
mehreren Hektar geschenkt. Die Mission war viele Jahre lang verlassen,
und so hat sich die Arbeit in den ersten Monaten auf Putzen und
Ausbauen konzentriert, um den Ort wieder schön, gastfreundlich
und „produktiv“ zu gestalten. Diese ersten Schritte
boten auch eine gute Gelegenheit, Freundschaften zwischen den
„Onkeln“ und „Tanten“ zu
schliessen, um in einem wirklich familiären Klima die ersten
Strassenkinder von Lima aufzunehmen. Dort leben sie unter den
Brücken und bilden rchtig Banden. Nicht selten fangen sie
bereits mit 6 oder 7 Jahren mit Drogen an.
Das Anwesen ist mit einem wasserreichen Fluss
„gesegnet“, welches es uns ermöglicht,
mithilfe von vier Brunnen die Felder zu bewässern und uns
somit eine gute Ernte gibt. Dieser blühende Reichtum
lässt das Grundstück zu einem Paradies werden und
gibt uns die Möglichkeit, die
„Früchte“ mit den vielen Armen zu teilen.
Zur Zeit leben um die 15 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren mit uns, die
uns anfangs viel „schwitzen“ lassen haben. Doch
jetzt haben sie sich eingelebt und fühlen sich zu Hause. Die
Mission ist eine offene Baustelle, auf der es an vielem fehlt. Wir
bereiten schon andere Familienhäuser vor, denn an Kindern, die
sich eine Familie und einen Ort, wo sie wieder aufleben
wünschen, fehlt es nicht.
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