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Comunita-Cenacolo

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ROM - Wir sind im Herzen der Kirche!

pontificium consilium

pro laicis

919/09/S-61/B-132

Dekret

Die Gemeinschaft Cenacolo entstand am 16. Juli 1983 auf Initiative von Frau Rita Petrozzi, auch bekannt als Mutter Elvira. Diese eröffnete das erste Haus von Cenacolo, ein heruntergekommenes Wohnhaus auf dem Hügel von Saluzzo, wo sie bedürftige Jugendliche von der Straße aufnahm. Zuvor hatte sie während einiger Jahre des des Wartens und Betens wahrgenommen, dass der Herr sie berufen hat, ihr Leben den einsamen, drogenabhängigen und ausgegrenzten Jugendlichen zu widmen. Die Eingebung, der sie gefolgt ist, entspringt der Wahrnehmung, dass jene Jugendlichen nicht irgendetwas suchen sondern Jemand: Sie suchen Angesicht des Vaters. Diese Überzeugung hat sie angespornt, den vielen Personen, die an die Tür von Cenacolo geklopft haben, nicht allein einen Ort der Wiedereingliederung und der sozialen Unterstützung anzubieten; vielmehr schlägt sie ihnen ausdrücklich einen Weg der Bekehrung und der Erneuerung im Glauben an das Licht Christi vor.

Wie im Statut zu lesen ist, „will die Gemeinschaft Cenacolo ein lebendiges Zeichen der Liebe und Barmherzigkeit Gottes für die Armen sein, indem sie diese bedingungslos an ihrem Leben teilhaben lässt und ihre Würde achtet; indem sie auf die Stimme des Heiligen Geistes hört, sich der Göttlichen Vorsehung anvertraut und auf die Zeichen der Zeit achtet” (Artikel 2 der Statuten). Die Gemeinschaft lebt dieses Charisma, indem sie die persönliche Heiligung ihrer Mitglieder unterstützt und Initiativen und Werke fördert, welche die Aufnahme, die Persönlichkeitsentwicklung und die Unterstützung jener zum Ziel haben, die in Abhängigkeiten oder andere Lebenskrisen geraten sind.

Die Gemeinschaft Cenacolo wurde am 30. Mai 1998 von Seiner Exzellenz Bischof Diego Natale Bona als diözesane Vereinigung von Gläubigen anerkannt. Am 8. Dezember 2005 bekräftigte Seine hochwürdige Exzellenz Giuseppe Guerrini, amtierender Bischof von Saluzzo, endgültig die diözesane Anerkennung der Gemeinschaft. Im Laufe der Jahre haben sich viele Personen dieser missionarischen Aufgabe gewidmet, indem sie neue Häuser eröffnet und in der ganzen Welt Orte der Aufnahme für die Hilfesuchenden geschaffen haben.

Anlässlich des Jubeljahres war die Gemeinschaft Cenacolo am 16. Februar 2000 nach Rom gekommen. Bei dieser Gelegenheit wollte der Heilige Vater Johannes Paul II. den Einsatz ihrer Mitglieder von Herzen unterstützen, indem er bekräftigte: „Der Papst ist bei euch, meine Lieben; er schätzt euer Werk und begleitet euch mit seinem Gebet. Lasst euch angesichts der Schwierigkeiten nicht entmutigen. Das Kreuz sei euer Halt; der gekreuzigte und auferstandene Christus ermutige euch fortwährend, dem eingeschlagenen Weg treu zu folgen, um so zu Zeugen der Hoffnung in der Gesellschaft zu sein.”

Das Zweite Vatikanische Konzil, wie auch das kirchliche Lehramt nach dem Konzil haben den gemeinschaftlichen Formen der Teilhabe am Leben der Kirche besondere Aufmerksamkeit geschenkt, indem sie ihnen tiefe Wertschätzung und Beachtung erwiesen (vgl. Dekret über das Laienapostolat Apostolicam actuositatem, 18,19 und 21; Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christifideles Laici, 29).

Auf gleiche Weise wollte der Diener Gottes Johannes Paul II. unterstreichen, wie wichtig es ist, „die verschiedenen Wirklichkeiten von Zusammenschlüssen zu fördern. Ob in den traditionelleren Formen oder in den neueren Formen der kirchlichen Bewegungen, jedenfalls hören sie nicht auf, der Kirche eine Lebendigkeit zu verleihen, die Geschenk Gottes ist und einen echten ‚Frühling des Geistes‘ darstellt“ (Apostolisches Schreiben Novo Millenio ineunte, 46).

Auch Benedikt XVI. hat bekräftigt, dass die kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften „ein Geschenk des Herrn sind, eine wertvolle Ressource, um mit ihren Charismen die ganze christliche Gemeinschaft zu bereichern.“

Wegen des oben Genannten, wird der von Frau Rita Petrozzi eingereichte Antrag entgegengenommen, den sie als Gründerin und Leiterin der Gemeinschaft Cenacolo an dieses Dikasterium gerichtet hat, und in welchem sie um die rechtliche Anerkennung der oben genannten Vereinigung als internationale private Vereinigung von Gläubigen und um die Anerkennung des Statuts ersucht.

In Anbetracht der bischöflichen Empfehlungsbriefe, die den starken Glauben der Gemeinschaftsmitglieder bezeugen, das lebendige Bewusstsein für die kirchliche Gemeinschaft, sowie den apostolischen Eifer, wegen der Verbreitung der Gemeinschaft in verschiedenste Länder der Welt, wird es für angemessen gehalten, die Gemeinschaft Cenacolo anzuerkennen und ihr Statut zu approbieren,
und nachdem die verbliebenen Änderungswünsche dieses Dikasteriums angenommen worden sind, ordnet der Päpstliche Rat für die Laien an – gemäß Artikel 134 der Apostolischen Konstitution Pastor bonus über die Römische Kurie und gemäß Kanon 322 des Kodex des Kanonischen Rechts:

1° - Die Anerkennung der Gemeinschaft Cenacolo als internationale private Vereinigung von Gläubigen mit Rechtspersönlichkeit gemäß der Canones 298, 311 und 321, 329 des Kodex des Kanonischen Rechts.

2° - Die Approbation des Statuts der oben genannten Vereinigung, ordnungsgemäß beglaubigt vom Dikasterium und hinterlegt in dessen Achiven für die Zeit von fünf Jahren ad experimentum.

Gegeben im Vatikan am 16. Juli 2009, dem Fest Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel, dem sechsundzwanzigsten Jahrestag der Gründung der Gemeinschaft Cenacolo.

gezeichnet

Stanislaw Kardinal Rylko, Präsident
Bischof Josef Clemens, Sekretär

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